Schnappfinger

Ein Schnappfinger – auch bekannt unter den Begriff „schnellender Finger” oder Triggerfinger – ist eine Störung, die Betroffene häufig unvorbereitet wie aus dem Nichts trifft. Dabei handelt es sich um eine Sehnenstörung in der Hand, die es schwierig – ja teilweise sogar unmöglich – macht, einen oder mehrere Finger auszustrecken.

Von einem Schnappfinger sind vor allem ältere Menschen betroffen, da das Risiko der Störung mit zunehmendem Alter steigt. Doch auch Kinder, Jugendliche und jüngere Erwachsene sind nicht selten von einem Schnappfinger betroffen.

Wir haben für Sie die wichtigsten Fakten rund um das Thema Schnappfinger zusammengefasst. Wir erklären Ihnen, wie Sie einen Schnappfinger effektiv vorbeugen können – aber auch, wie Sie mit einem Schnappfinger als Betroffener am besten umgehen – und wie Sie Unterstützung finden.

Symptome

Was ist ein Schnappfinger?

Folgende Empfindungen können Anzeichen dafür sein, dass Sie an einem Schnappfinger leiden: Schmerzen, Reizungen oder Schwellungen am ersten Fingergelenk. Das deutlichste Anzeichen für einen Schnappfinger ist aber, dass sich Ihr Finger beugt und in einer gebeugten Position bleibt. Er lässt sich also nicht mehr ausstrecken sondern bleibt „eingeschnappt”. Daher auch der Name „Schnappfinger”. Was etwas komisch klingen mag, ist ernster, als Sie vielleicht denken. Denn Betroffene leiden teilweise unter beträchtlichen Schmerzen.

Die ungewöhnliche Fingerhaltung bei einem Schnappfinger tritt auf, weil eine Sehne so stark anschwillt, dass sie wegen der Verdickung nicht mehr reibungslos durch die Sehnenscheide gleiten kann. Stattdessen schnappt der Finger ein – und verharrt in einer gebeugten und angewinkelten Haltung.

Lösen lässt sich diese Fingerhaltung nur mit einem ungewöhnlich hohem Kraftaufwand. Der Finger selbst ist zu schwach, um sich wieder gerade zu richten. In der Regel lässt sich ein Schnappfinger nur begradigen, wenn er mit hohem Druck auf eine gerade Oberfläche gedrückt wird, oder mit der anderen Hand “gerade gebogen” wird. Dabei kommt es zu einem auffälligen Geräusch, das sich wie ein leichtes Knallen oder Klicken anhört.

Quelle: netdoktor.de

Symptome beim Schnappfinger

Die wichtigsten Symptome eines Schnappfingers sind Beschwerden und Schmerzen in den Händen und Fingern – spezifisch beim Beugen und Strecken des betroffenen Fingers. In manchen Fällen lässt sich auch ein “Klick”-Geräusch feststellen, das von der Sehne ausgeht und entsteht, wenn sich die Sehne durch die Sehnenscheide bewegt. Folgende vier Symptome sind für einen Schnappfinger typisch.

Schmerzen: Ein Schnappfinger beginnt üblicherweise mit Beschwerden am Fingeransatz – also dort, wo Finger und Handfläche aufeinandertreffen. Dabei bleibt der Schmerz nicht zwangsläufig örtlich, sondern kann sich auch ausbreiten. Wird der Schmerz nicht behandelt, verschlimmert er sich. Dabei ist wichtig zu wissen, dass der typische Schnappfinger-Schmerz nur auftritt, wenn mit der Hand eine Greifbewegung durchgeführt wird. In der Ruheposition kann es durchaus sein, dass sich zunächst gar kein Schmerz bemerkbar macht. Allerdings werden sich langfristig auch in der Ruheposition des Fingers Schmerzen äußern. Dies liegt daran, dass in der Sehnenscheide zusätzliche Flüssigkeit entsteht und für zunehmendem Druck sorgt, welcher vom Menschen als schmerzhaft empfunden wird.

Anschwellen: Bleibt der Schnappfinger über einen längeren Zeitraum unbehandelt, kann am ulnaren Seitenband eine knotenartige Schwellung der Sehne auftreten. Ebenso kann sich eine mit Flüssigkeit gefüllte Zyste ausbilden.

Versteifung und mangelnde Bewegungsfähigkeit: Ein Schnappfinger kann dazu führen, dass man einen Finger nicht mehr beugen kann. Besonders in chronischen Fällen, die allerdings unbehandelt bleiben, kann es so weit kommen. Versucht man den Finger dennoch zu beugen, verursacht dies Schmerzen. Grund dafür ist die Verdichtung von Flüssigkeit, welche durch die Bewegung des Fingers ausgelöst wird. Mittelfristig lässt sich der Finger dann auch nicht mehr strecken und manche Betroffene leiden auch beim Versuch, den Finger zu strecken, unter Schmerzen. Bleibt der Finger zu lange in der eingeschnappten Position, kann die volle Bewegungsfähigkeit des Fingergelenks dauerhaft verloren gehen.

Mechanische Symptome: Ein Schnappfinger kann zu einer ganzen Reihe ungewöhnlicher Empfindungen führen. Diese treten auf, während Betroffene versuchen, den Finger zu beugen oder zu strecken. Zu Beginn der Krankheit sind diese Symptome vielleicht noch nicht allzu stark ausgeprägt, dies ändert sich allerdings mit der Zeit. Die Schmerzen nehmen also im Verlauf der Krankheit zu.

Quelle: MVZ Gelenk-Klinik Dres Schneider, Ostermeier und Partner

Ursachen

Was verursacht einen Schnappfinger?

Sehnen sind festes Bindegewebe, umgeben von einer schützenden Sehnenscheide. Entzündet sich die Sehnenscheide eines betroffenen Fingers, kann der Nerv nicht mehr reibungslos durch die schützende Scheide gleiten. Wird auf eine Behandlung verzichtet, dann verdickt sich die Sehnenscheide.

Grundsätzlich ist es schwer zu sagen, wodurch genau ein Schnappfinger entsteht. Dennoch gibt es einige typische Risiken, die Sie im Auge behalten sollten.

Zum einen sind das wiederholende Bewegungen, wie häufiges Zugreifen, die zu Belastungen führen und bestehende Irritationen oder Entzündungen des Nervs verstärken. Solche Bewegungen ereignen sich meist bei beruflichen Tätigkeiten oder Hobbys, bei denen man jeden Tag die gleichen wiederholenden Bewegungsabläufe ausführt. Ein klassisches Beispiel dafür ist die tägliche Computerarbeit im Büro oder Home Office, bei der besonders die Bedienung der Maus zur Ausbildung eines Schnappfingers führen kann.

Zum anderen erhöhen andere gesundheitliche Beeinträchtigungen, wie etwa Diabetes, das Risiko, einen Schnappfinger zu entwickeln – sogar an mehreren Fingern gleichzeitig. Bei einem Schnappfinger in Verbindung mit Diabetes ist oft ein chirurgischer Eingriff nötig.

Außerdem sollten Sie wissen, dass Frauen anfälliger dafür sind, einen Schnappfinger zu entwickeln. Warum dies so ist, konnte wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt werden.

Quelle: Focus Online

Behandlung

Was hilft bei einem Schnappfinger?

Ein Schnappfinger lässt sich lockern, indem man die andere Hand zur Hilfe nimmt. Aber auch mit dem Finger Druck auf eine Oberfläche auszuüben – etwa durch Druck auf eine Tischplatte – kann helfen. Die schlechte Nachricht: Es gibt keine speziellen Übungen, die bei einem Schnappfinger wirklich helfen oder gar eine therapeutische Wirkung hätten.

In manchen Fällen kann es zwar vorkommen, dass sich das Problem eines Schnappfingers durch Ausruhen von Hand und Finger von selbst wie in Luft auflöst, doch niemand kann sagen, mit welcher Wahrscheinlichkeit sich das bei einer betroffenen Person so ereignet. Deshalb wird der Finger meist durch eine Bandagierung oder durch einen chirurgischen Eingriff behandelt. Nicht selten kommen auch Schienen zum Einsatz, um die Finger zu fixieren und Bewegungen zu mindern. Bei der letzteren Methode kann der Finger besonders gut ruhen – und sich so selbst heilen.

Die häufigste Form der Behandlung eines Schnappfingers ist allerdings die Zufuhr von nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR), auch bekannt als nicht steroidale Antiphlogistika (NSAID). Ziel dieser Behandlungsform ist die Reduktion der Störungen am Gewebe rund um den Nerv, sodass der Nerv sich wieder ungestört durch die Sehnenscheide bewegen kann. Diese Form der Therapie gilt als besonders effektiv und folglich auch besonders beliebt bei Ärzten.

Wenn aber keine der bisher genannten Behandlungen hilft, Schmerzen effektiv zu lindern, bleibt immer noch die Möglichkeit einer Operation. Dabei spaltet der Chirurg das erste Ringband am Schnappfinger. Bei Bedarf wird außerdem das entzündete Sehnengleitgewebe entfernt. Bevor die Wunde wieder vernäht wird, prüft ein Arzt dann, ob die Sehne auch wieder wirklich frei gleiten kann. Nur in seltenen Fällen passiert es, dass der nun geheilte Finger sich in der Zukunft wieder zu einem schmerzhaften Schnappfinger entwickelt.

Dennoch sollte für jeden Betroffenen eine Operation das letzte Mittel der Wahl sein. Selbst nach einer reibungslosen OP muss sich der Finger nämlich zwei bis vier Wochen erholen, bis er wieder voll funktions- und einsatzfähig ist.

Sind Kinder von einem Schnappfinger betroffen, wird außerdem meistens auf sanftere Behandlungsmethoden zurückgegriffen:

  • Ist der Daumen betroffen, wird er komplett gestreckt.
  • Eine Behandlung durch Physiotherapie in Kombination mit einer Bandagierung verspricht bei Kindern mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Genesung.
  • Ist der Finger seit mehr als sechs Monaten gebeugt, empfiehlt sich ein chirurgischer Eingriff – falls die Physiotherapie keinen Erfolg bringt.

Quelle: Norddeutscher Rundfunk

Was ist der Unterschied zwischen Schnappfinger und Mausfinger?

Es ist sehr schwierig, die Ursache für einen Schnappfinger auszumachen. Dies gilt allerdings nicht für den „Mausfinger“. Obwohl es sich bei einem „Mausfinger“ (noch) nicht um ein offizielles Repetitive-Strain-Injury-Syndrom handelt, so etabliert sich der Begriff mittlerweile im Sprachgebrauch – und beschreibt Schmerzen im Finger, die durch exzessiven Gebrauch einer Maus bei der Computerarbeit entstehen. Betroffen ist davon meist der Zeigefinger, also der typische “Klick-Finger”. Dabei entsteht eine Sehnenentzündung durch die sich stark wiederholende Klick-Bewegung.

Quelle: Women’s Health

Prävention

Wie beugt man einen Schnappfinger vor?

Ein Schnappfinger ist in Deutschland wahrlich keine Seltenheit. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe eines Lebens an einem Schnappfinger zu erleiden, liegt immerhin bei 2,6 Prozent. Bei Diabetikern liegt die Wahrscheinlichkeit immerhin bei fast 10 Prozent. Glücklicherweise sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene eher selten betroffen.

Allerdings ist es auch schwierig, Schnappfinger konsequent und effektiv vorzubeugen. Dies liegt daran, dass sich kein genauer Grund dafür ausmachen lässt, warum es überhaupt zur Ausbildung dieses Krankheitsbildes kommt.

Trotzdem lässt sich definitiv feststellen, dass wiederholende Bewegungsabläufe mit höherer Wahrscheinlichkeit zu Entzündungen führen. Wenn Sie also etwa im Büro den ganzen Tag mit einer Tastatur oder Computermaus arbeiten, sollten Sie unbedingt sicherstellen, dass Sie geeignete Arbeitsgeräte verwenden.

Außerdem kann es bereits bei den ersten Anzeichen, die auf einen Schnappfinger hindeuten können, hilfreich sein, eine Fingerschiene zu verwenden. So eine Schiene lässt sich für jeden Finger verwenden – mit Ausnahme des Daumens. Wenn also der Daumen das Problem ist, sollten Sie auf eine elastische Bandage zurückgreifen.

Wie lässt sich die Belastung im Alltag reduzieren?

Indem Sie die Belastung Ihrer Finger im Alltag gezielt und effektiv reduzieren, beugen Sie Schmerzen und andere Beschwerden in Ihrer Hand und Ihren Finger vor. Und auch wenn Sie schon unter solchen Bedingungen leiden, hilft die geringere Belastung bei der Reduzierung von Schmerzen.

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