Alles, was Sie über Ergonomie wissen müssen

Von der Definition über die Symptome bis hin zur Prävention

Ergonomie

Ergonomie

Ergonomie im Büro bestimmt – im wahrsten Sinne des Wortes – unsere Arbeitshaltung. Und weil wir täglich viele Stunden vor dem Bildschirm verbringen, ist unsere Haltung enorm wichtig für unsere Gesundheit und unser allgemeines Wohlbefinden.

Eine falsche und unnatürliche Arbeitshaltung wegen schlechter Ergonomie kann zu ernsten Beschwerden in den Handgelenken, den Schultern und im Nacken führen. Manchmal sind die Beschwerden nur vorübergehend, häufig kommt es auch zu ernsten Erkrankungen.

Schmerzende Gelenke, Sehnen und Muskeln sind nicht selten das Ergebnis eines Arbeitsplatzes, der nicht ergonomisch korrekt eingerichtet ist. Wenn dies zutrifft, kommt es in Unternehmen oft zu einem erhöhten Krankenstand und negativen Berichten über die Arbeitsplatzgestaltung.

Die gute Nachricht: Durch Übungen, Verhaltensänderungen und bessere Ausstattung lässt sich schnell einiges tun, um die Ergonomie am Arbeitsplatz zu verbessern und Schmerzen frühzeitig und effektiv zu verhindern.

Wir zeigen Ihnen alles, was Sie über Ergonomie am Arbeitsplatz wissen müssen.

Viel Spaß beim Lesen!

Inhaltsverzeichnis

Ergonomie

Was ist Ergonomie?

Bei der Ergonomie geht es grundsätzlich darum, wie Erkrankungen verhindert werden können, die direkt durch die Arbeit entstehen – oder als Folge des Arbeitsumfelds. Oder noch genauer: Ergonomie befasst sich vor allem mit der Vorbeugung von Verletzungen und Belastungen durch eine schlechte Arbeitshaltung und einseitige Belastung der Muskeln.

Tatsächlich ist es vor allem die Wiederholung eintöniger Bewegungen, die dem Körper zusetzt – oder einem Teil des Körpers – wenn die Arbeit ohne die richtige Ausstattung oder deren richtige Ausrichtung durchgeführt wird.

Besonders in folgenden Fällen kann das Risiko für Schmerzen erhöht sein:

  • Arbeitsbewegungen, die sich oft wiederholen
  • Schnelle Arbeitsabläufe
  • Schweres Heben

Statische Arbeit, etwa an einem Fließband, aber auch die Büroarbeit führen typischerweise oft zu Muskelschmerzen. Deshalb wird gerade zu diesen Bereichen besonders viel geforscht.

Ergonomie kurz und knapp erklärt

Die Definition von Ergonomie lautet:

  1. Wissenschaft von den Leistungsmöglichkeiten und -grenzen des arbeitenden Menschen sowie von der optimalen wechselseitigen Anpassung zwischen dem Menschen und seinen Arbeitsbedingungen.
  2. Optimale wechselseitige Anpassung zwischen dem Menschen und seinen Arbeitsbedingungen

Das Begriff findet seinen Ursprung im Griechischen und setzt sich zusammen aus den Worten érgon (= Arbeit) und nomía (= Sachkunde).

Quelle: Duden

Bei der Ergonomie geht geht es also um “Work Design” und vor allem darum, wie wir unseren Arbeitsplatz und unsere Arbeitsabläufe gestalten. Dies betrifft Techniken zum richtigen Heben genauso wie die richtige Ausstattung, mit der sich vorbeugen lässt, dass die Arbeit körperliche Schäden verursacht.

Dabei sollte sowohl das physische Arbeitsumfeld (z.B. Schreibtisch, Stuhl, Bildschirm, Tastatur, Maus) als auch das psychologische Arbeitsumfeld bedacht werden.

Was ist Ergonomie?

Warum ist Ergonomie wichtig?

Wiederholende Bewegungen bei der Arbeit führen immer und immer wieder zu einer Belastung für Sehnen und Muskeln. Wenn wir an einem Arbeitstag immer wieder dieselben Muskeln belasten – und dies dann jeden Tag und jede Woche wiederholen, wird es am Ende unsere Gesundheit strapazieren. Das gilt besonders, wenn die Belastung bei einer Körperhaltung ausgeführt wird, die für unseren Körper unnatürlich und unangemessen ist.

In fast jedem Büro kämpfen zahlreiche Angestellte mit Schmerzen in ihren Schultern, Nacken, Armen und Händen, weil Sie am Schreibtisch nicht ergonomisch korrekt vor einem Bildschirm arbeiten.

Laut Robert Koch Institut sind muskuloskelettale Erkrankungen weltweit die führende Ursache chronischer Schmerzen, körperlicher Funktionseinschränkungen und Beeinträchtigungen der Lebensqualität.

Auch in Deutschland sind Beschwerden und Erkrankungen des Haltungs- und Bewegungsapparats eines der häufigsten Leiden, das zudem enorm hohe volkswirtschaftliche Kosten verursacht.

Laut Fraunhofer Institut sorgt keine Krankheitsart in Deutschland für mehr Ausfalltage (AU-Tage) als muskuloskelettale Beschwerden. Dabei wurde festgestellt, dass eine ungünstige Körperhaltung am Arbeitsplatz besonders oft zu solchen Beschwerden führt.

Um dem entgegenzuwirken, sollten Unternehmen laut Fraunhofer Institut in ergonomische Maßnahmen investieren. Dies führt zu höherer Produktivität und geringeren Kosten durch Ausfalltage. Unabhängige Studien haben ermittelt, dass für jeden investierten Euro in ergonomische Maßnahmen etwa 2,3 – 5,9 Euro durch reduzierte Krankheitskosten eingespart werden.

Ergonomie

Welche Beschwerden entstehen durch schlechte Ergonomie?

Die Auswirkungen schlechter Ergonomie stehen im Zusammenhang mit der körperlichen Belastung. Somit sind unterschiedliche Arbeitsaufgaben und Arbeitshaltungen während des Tages ganz wichtig für Ihre Gesundheit. Am Ende bestimmen sie über Ihre ergonomischen Herausforderungen.

Beschwerden, die durch schlechte Ergonomie entstehen, sind vielfältig. In den meisten Fällen äußern sie sich in Form von Schmerzen an Muskeln, Gelenken, Sehnen und Nerven.

Laut den führenden Experten der Princeton University (USA) führt gerade die Büroarbeit zu spezifischen Problemen im Bereich der Hände, Arme und Schultern. Häufige Erkrankungen sind dabei

RSI bzw. Mausarm – Überbelastung von Hand, Handgelenk, Unterarm und Schulter
Finger- und Handgelenkschmerzen – Überbelastung und Arthritis
Sehnenschmerzen – zB Sehnenscheidenentzündung
Tennisarm – z.B. Sehnenentzündung bzw. Sehnenscheidenentzündung
Karpaltunnelsyndrom – eingeklemmter Nerv

Bei Büroarbeitern ist es meist meistens die Arbeitshaltung und die sich ständig wiederholende Benutzung von Maus und Tastatur, die den Körper belastet – und langfristig zu Problemen an Rücken, Nacken, Schultern, Armen, Händen und Fingern führt. Diese Art von Erkrankungen werden als RSI bezeichnet – „Repetitive Strain Injuries”.

Welche Beschwerden entstehen durch schlechte Ergonomie?

RSI oder Mausarm

Eine der häufigsten Ursachen gesundheitlicher Beschwerden von Büroarbeitern ist die Arbeit mit einer Computermaus. Von einer Maus verursachte Verletzungen können Schmerzen in Hand, Handgelenk, Unterarm und Schultern verursachen. Der Name Mausarm kommt also daher, dass die Probleme durch die Benutzung einer Computer-Maus entstehen. Fachlich korrekt spricht man vom RSI-Syndrom.

Ein Mausarm tritt auf, wenn Menschen für längere Phasen wiederholende körperliche Abläufe bei der Arbeit mit dem Computer durchführen. Dabei befindet sich das Handgelenk oft in einer festen aber unnatürlichen Position. Oft ist es Präzisionsarbeit, z.B. Grafikdesign. Grundsätzlich gibt es aber viele Tätigkeiten am PC, die zu einem Mausarm führen können.

Um die Belastung zu reduzieren, brauchen Sie eine ergonomisch korrekte Maus. Sie müssen zuerst sicherstellen, dass Ihre Maus zur Größe Ihrer Hand passt. Ist das nicht der Fall, benutzen Sie beim Scrollen oder Klicken nämlich zu viel Kraft.

Ist Ihr Arbeitsplatz nicht ergonomisch eingerichtet, belastet dies Ihre oberen Gliedmaßen stark. Es kommt zu Entzündungen in Händen, Armen oder Schultern. Im schlimmsten Fall kommt es in mehreren Körperteilen zu Schmerzen. Ein Mausarm kann zudem eingeklemmte Nerven und Entzündungen an Muskeln verursachen. Egal, wo der Schmerz spürbar ist, es gibt einen gemeinsamen Nenner: Der Schmerz tritt immer an einem bestimmten Punkt auf.

Lesen Sie auch: Leiden Sie an Mausarm? Hier sind vier nützliche Tipps, die Ihnen helfen.

Behandlung von RSI

Bei der Behandlung eines Mausarms geht es vor allem darum, die Belastung der Hände, Arme und Schultern zu reduzieren.

Man setzt also an der Ursache des Problems an, sodass der Körper sich erholen kann, die Entzündung abschwillt, und die Beschwerden mit der Zeit verfliegen.

Die Schmerzen lassen sich bei schweren Fällen mit Schmerzmitteln oder – sehr selten – Steroiden behandeln.

Die Behandlung im Überblick:

  • Belastung reduzieren
  • Schmerz durch Schmerzmittel lindern
  • Im schlimmsten Fall: Steroide bei akuten Schmerzen

Hier erfahren Sie alles Wissenswerte zum Mausarm im Detail: Symptome, Ursachen, Behandlung, Prävention.

Welche Beschwerden entstehen durch schlechte Ergonomie?

Schmerzen in Fingern und Handgelenk

Wenn Sie Schmerzen in Ihren Fingern oder im Handgelenk haben, lässt sich dies womöglich auf statische und repetitive Arbeit an Ihrem Computer zurückführen.

Wenn Sie in einer unguten Position sitzen und den ganzen Tag pausenlos tippen oder mit einer gewöhnlichen Maus arbeiten, ohne Ihrem Unterarmen ausreichend Pausen zu gönnen, belastet dies Ihre Muskeln und Sehnen in Hand und Fingern enorm. Wenn Ihre Hand wegen der Arbeit mit der Maus schmerzt, kommt es oft vor, dass sie unter Mausarm (RSI) leiden.

Schmerzen in den Fingern hingegen können ein Anzeichen für Arthrose sein. Oft merken Büroarbeiter dabei einen anfänglichen und vorübergehenden Schmerz bei der Arbeit, der dann allerdings zu einem dauerhaften Schmerz wird und zur verringerten Beweglichkeit und schwächeren Fingern führt.

Behandlung von Finger- und Handgelenkschmerzen

Wenn Ihre Finger oder Ihr Handgelenk wegen der Arbeit mit der Maus schmerzen, wird eine normale Überlastung genauso behandelt wie Arthritis.

Ziel ist eine Entspannung der Muskeln und Gelenke durch eine bessere Arbeitshaltung, ergonomische Ausstattung und – bei schwereren Fällen – eine aktive Behandlung der Schmerzen.

Wenn die ergonomischen Anpassungen zu keiner ausreichenden Besserung führen, sollte die medizinische Behandlung vertieft werden. Im Fall einer schweren Arthrose kann es sogar sein, dass eine Operation nötig ist.
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Die Behandlung im Überblick:

  • Bessere Arbeitshaltung einnehmen
  • Belastung von Muskeln, Sehnen und Gelenken reduzieren
  • Schmerzen durch Schmerzmittel reduzieren
  • Bei schweren Verläufen von Arthrose möglicherweise Zufuhr von Steroiden oder chirurgischer Eingriff

Mehr Tipps zum Umgang mit Arthrose finden Sie hier.

Welche Beschwerden entstehen durch schlechte Ergonomie?

Sehnenschmerzen

Sehnen sind besonders belastbare Gewebestränge, die Knochen und Muskeln verbinden. Ihnen kommt also eine sehr wichtige Rolle zu: Sehnen ermöglichen Bewegungen. Doch umgekehrt heißt das auch: Bei jeder Bewegung werden Sehnen beansprucht.

Wenn Sie bei der Arbeit Schmerz im Handgelenk oder Unterarm verspüren, kann es sich um eine Sehnenentzündung handeln. Dabei gibt es zwei verschiedene Arten von Entzündungen, die man kennen sollte: Tendonitis und Tenosynovitis.

Bei einer Tendinitis handelt es sich um die Entzündung einer Sehne, die zu Schwellungen und Schmerzen führt. Eine Tenosynovitis (Sehnenscheidenentzündung) dagegen tritt auf, wenn nicht nur die Sehne entzündet ist, sondern auch die Sehnenscheide. Die Sehnenscheide ist wie eine Hülle, die eine Sehne umgibt. Sie hat eine wichtige Schutzfunktion und ist besonders ausgebildet an Stellen, wo Sehnen unter erhöhter Spannung mit einem Gelenk verbunden sind.

Die beiden Arten von Entzündungen entstehen oft durch oft wiederholte Bewegungsabläufe, welche die Sehnen belasten. Mit zunehmendem Alter werden unsere Sehnen außerdem immer steifer. Deshalb nimmt das Risiko, an Tendinitis oder Tenosynovitis zu erkranken zu, je älter wir werden. Beide Entzündungen treten am häufigsten an Schultern, Ellenbogen und Handgelenken auf.

Lesen Sie auch: Was ist ein Schnappfinger?

Behandlung von Sehnenschmerzen

Um Sehnenschmerzen erfolgreich entgegenzuwirken, sollten Sie unbedingt Ihr Handgelenk gerade halten. Eine Bandage oder eine Handgelenkschiene können dabei wertvolle Hilfe leisten. Allerdings kann es Wochen oder gar Monate dauern, bevor Sie das Hilfsmittel wieder entfernen können – und Ihr Handgelenk wieder ganz normal benutzen können.

Im frühen Stadium kann es sich zudem lohnen, Schmerzmittel oder entzündungshemmende Medikamente einzunehmen, um die Entzündung zu reduzieren. In schlimmen Fällen können zudem Hormone zugeführt werden. Allerdings ist dies nur eine kurzfristige Lösung zur Bekämpfung der Symptome.

Um eine Therapie zu unterstützen, können Sie die betroffenen umliegenden Muskeln und Sehnen stärken – durch Kraft- und Ausdauertraining. Dies hilft, Rückfälle vorzubeugen, sollte aber mit großer Vorsicht angegangen werden.

Die Behandlung im Überblick:

  • Handgelenk ausruhen
  • Einsatz von Bandage oder Handgelenkschiene
  • Schmerzen durch Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente entgegenwirken
  • Bei schweren Verläufen möglicherweise Zufuhr von Hormonen

Welche Beschwerden entstehen durch schlechte Ergonomie?

Tennisarm

Wenn Sie unter Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens und Unterarms leiden, kann es ein Anzeichen für einen sogenannten Tennisarm sein. Als solchen bezeichnet man die Entzündung der Sehne am Ellenbogen.

Schmerzen und körperliche Schwäche in an der betroffenen Stelle sind klare Anzeichen für einen Tennisarm. Darüber hinaus kann es auch zum Empfinden von Taubheit oder Kitzeln kommen, speziell dann, wenn ein Nerv im Ellenbogen eingeklemmt ist. Besonders der Ellennerv ist davon betroffen. Anzeichen dafür sind Nervenschmerzen, Kitzeln, Taubheit sowie eine Schwäche der Hand, des Handgelenks und des Arms.

Obwohl die Entzündung in der Gegend rund um den Ellenbogen auftritt, kann der Schmerz sich nach unten über den Arm ausbreiten. In schweren Fällen können deshalb Schmerzen auftreten, die sich fast über den ganzen Arm ausbreiten.

Ursache der Entzündung sind kurze und intensive Belastungen, wie etwa sich wiederholende Bewegungen beim Nutzen einer traditionellen Computermaus.

Behandlung von Tennisarm

Ein Tennisarm entsteht durch Belastung und verursacht Schmerzen. Folglich hat eine Therapie das Ziel, Belastungen zu reduzieren und Schmerzen zu bekämpfen.

Um dabei Erfolg zu haben, muss zunächst festgestellt werden, welche Aktivitäten überhaupt zur Entzündung geführt haben. Wenn Sie täglich am Computer arbeiten, sollten Sie überprüfen, in welcher Arbeitshaltung Sie das tun – und hinterfragen, ob Ihre Maus und Tastatur ergonomische Ansprüche erfüllen.

Oft kann es schon wahre Wunder wirken, die Schreibtischhöhe anzupassen und sich eine ergonomische Maus anzuschaffen

Die Behandlung im Überblick:

  • Belastung reduzieren
  • Schmerzen minimieren

Welche Beschwerden entstehen durch schlechte Ergonomie?

Karpaltunnelsyndrom – eingeklemmter Mittelhandnerv

Wenn Sie Schmerzen in Ihrer Hand spüren – besonders nachts – und auch ein kribbelndes Gefühl in Ihren Fingern, dann könnten Sie unter dem Karpaltunnelsyndrom (KTS) leiden.

KTS verursacht oft ein Gefühl der Taubheit und des Schmerzes in der Hand und den Fingern. Dies liegt daran, dass auf einen Nerv am Handgelenk Druck ausgeübt wird. Zusätzlich verliert man Griffkraft, kann also im Alltag deutlich schlechter Dinge greifen, hochheben und tragen.

Der Karpaltunnel ist ein Kanal im Bereich der Handwurzel, genauer gesagt an der Innenseite von Handgelenk und Handwurzel. Durch den Tunnel verläuft unter anderem der sogenannte Mittelnerv. Beim Karpaltunnelsyndrom hat dieser Nerv nicht ausreichend Platz, weshalb es zu Irritationen und Spannungen kommt. Daraus resultiert der Schmerz sowie das kribbelige Gefühl des Erkrankten.

KTS hängt unmittelbar mit Belastungen des Handgelenks durch wiederholende Bewegungsabläufe zusammen. Deshalb kommt das Karpaltunnelsyndrom auch besonders häufig unter Industriearbeitern, Maschinen- und Anlagenführern, Friseuren und Angestellten im Büro vor.

Behandlung von Karpaltunnelsyndrom

Zuerst die gute Nachricht: Ein Karpaltunnelsyndrom bessert sich in der Regel selbst nach einigen Monaten. Die schlechte Nachricht: Es wird nur besser, wenn man aktiv zur Heilung beiträgt und die Belastung von Hand und Handgelenk reduziert. Meist kommt deshalb eine Handgelenkschiene zum Einsatz.

Dank der Schiene bleibt die Hand dauerhaft in einer geraden Haltung, wodurch Druck auf den Mittelnerv reduziert wird. Der Prozess der Genesung dauert allerdings selbst mit Schiene eine gewisse Zeit. Erst nach einer Tragezeit von etwa vier Wochen beginnen Betroffen in der Regel eine Verbesserung zu spüren.

Zusätzlich sollten Sie außerdem einen genauen Blick auf Ihren Arbeitsplatz werfen. Dabei prüfen Sie genau, wie Ihre täglichen Arbeitsabläufe Ihre Hände und Finger belasten. Am besten tauschen Sie dann ihre bisherige Ausstattung aus und schaffen sich ergonomische Arbeitsgeräte an, etwa ein Maus, die den Karpaltunnel optimal stützt und schützt.

Falls aber nichts davon hilft – weder eine Schiene, noch ein ergonomischer Arbeitsplatz – ist das letzte Mittel oft ein operativer Eingriff. Erfreulicherweise handelt es sich bei der entsprechenden OP eher um einen kleinen Eingriff mit örtlicher Narkose und einer Dauer von etwa 15 Minuten. Ziel der Operation ist es, den Karpaltunnel leicht zu vergrößern, wodurch die Irritation des Mittelnervs abgeschwächt wird.

Die Behandlung im Überblick:

  • Belastung von Hand und Handgelenk reduzieren
  • Tragen einer Handgelenkschiene
  • Chirurgischer Eingriff (in schweren Fällen)

Ergonomie

Belastungen effektiv vorbeugen

Viele Beschwerden werden durch das tägliche Ausführen bestimmter Tätigkeiten verursacht, die sich oft wiederholen. Deshalb ist es entscheidend zu wissen, wie man die Belastung von Muskeln, Sehnen und Gelenken effektiv vermeidet.

Ganz allgemein sollte man unbedingt folgende drei Faktoren beachten:

Lesen Sie auch: Ergonomischer Arbeitsplatz für einen besseren Arbeitstag

Belastungen effektiv vorbeugen

Abwechselnde Arbeitshaltung

Wenn Sie Ihren Körper gesund halten wollen, ist es enorm wichtig, die Haltungen und Positionen, die Sie während der Arbeit einnehmen, regelmäßig zu ändern und für ausreichend Abwechslung zu sorgen. So gehen Sie sicher, dass die Belastung bestimmter Körperteile nicht übermäßig stark wird – selbst wenn ihre Arbeitsausstattung nicht optimal ist.

Wussten Sie, dass Unternehmen Geld sparen können, indem sie in einen ergonomischen Arbeitsplatz investieren?

Belastungen effektiv vorbeugen

Ergonomische Ausrüstung

Die richtige Platzierung und Positionierung der Hand bei der Benutzung von Maus und Tastatur ist wichtig, um eine übermäßige Belastung von Muskeln, Sehnen und Gelenken zu verhindern. Deshalb ist die Gestaltung und Einrichtung Ihres Arbeitsplatzes enorm wichtig und wirkt sich direkt auf Ihren Körper aus. Somit ist es ein entscheidend Faktor, wie Sie Ihren Arbeitsplatz einrichten.

Speziell entwickelte Ausstattung, wie etwa eine ergonomische Maus, spielt eine große Rolle bei der Vorbeugung und Behandlung vieler körperlicher Probleme und Beschwerden. Geben Sie deshalb unbedingt Acht darauf, wie ihr Arbeitsplatz eingerichtet ist – selbst auf Ebene der Geräte.

Damit Sie eine verstellbare Tastatur etwa bei wiederholenden Bewegungsabläufen wirklich entlastet, muss sie auch korrekt eingerichtet sein.

Belastungen effektiv vorbeugen

Körperliche Übungen

Durch ein bisschen tägliche körperliche Betätigung können Sie aktiv die Wahrscheinlichkeit körperlicher Beschwerden reduzieren. Spezielle Übungen dehnen Ihre Muskeln und Sehnen – und sind gleichzeitig eine willkommene Abwechslung von den vielen sich wiederholenden Bewegungsabläufen im Arbeitsalltag.

Da solche Übungen eine große Auswirkung auf Ihre Gesundheit haben können, haben wir eine Reihe von Videos angefertigt, welche eine große Bandbreite an Bewegungsabläufen und Körperregionen abdeckt.

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